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Tipps zum Färben von Leder

Mit der Zeit kommt es vor, dass Leder sich verfärbt und die Lieblingsjacke oder die Tasche nicht mehr ganz so schön aussieht, wie zuvor. Für manche kommt mit dem Alter des Leders erst der richtige Stil zum Vorschein. Andere wünschen sich die ursprüngliche Farbe zurück und denken über eine Färbung nach. Ist das eigenständig überhaupt möglich? Ja! Wenn Sie die richtige Lederfarbe besitzen und unseren Tipps folgen, können Sie Ihrer Lederware wieder neue Frische verleihen! 

Planen Sie viel Zeit ein 

Leder zu färben ist nicht mal eben so schnell erledigt. Ganz im Gegenteil ist der Aufwand recht groß, kann sich aber definitiv auszahlen, um Nachhaltigkeit zu unterstützen und dem hochwertigen Lederstück wieder neuen Wert zu verleihen. Im Wesentlichen besteht das Färben aus zwei Prozessen: der Vorbereitung und dem eigentlichen Färben.  

Bereits die Vorbereitung des Leders wird einige Tage Zeit in Anspruch nehmen. Sie müssen das Leder nämlich erst einmal aufbereiten und gründlich reinigen – egal, ob es sich um ein Kleidungsstück, Möbel oder Accessoire handelt. Die Reinigung führen Sie wie folgt durch:  

  1. Nutzen Sie eine spezielle Lederseife zum Reinigen, damit das Material nicht austrocknet 
  2. Nach der Reinigung das Leder etwa drei Tage lang trocknen lassen, ohne es direkter Hitze oder Sonneneinstrahlung auszusetzen 
  3. Bleiben auf dem Leder Fettflecken zurück, verwenden Sie am besten einen Lederentfetter 
  4. Prüfen Sie, ob das Leder Mängel wie Risse aufweist und besorgen Sie im Notfall ein passendes Reperaturset; kleinere Schäden könnten auch mit Flüssigleder behandelt werden
  5. Rauen Sie das Leder zum Abschluss mit feinem Schleifvlies ab und entfernen Sie Staubpartikel 

Nun kann es mit der Färbung losgehen! 

Lederfarbe

So gelingt das Färben von Leder 

Für das Färben wählen Sie am besten schon vor der Vorbereitung eine professionelle Lederfarbe aus dem Fachhandel. Die besten Ergebnisse erzielen Sie, wenn Sie einen Farbton wählen, der mit der aktuellen Lederfarbe übereinstimmt oder eine Nuance dunkler ist. Versuchen Sie nicht das Leder aufzuhellen, da die Ergebnisse meist eher enttäuschend sind. Tragen Sie außerdem nicht zu viele Farbschichten auf, da das Leder andernfalls sehr hart werden kann. 

Bevor Sie mit dem Färben beginnen, versuchen Sie vorhandene Schnallen, Knöpfe oder ähnliches, was nicht gefärbt werden soll, abzudecken. Kreppband kann hier Abhilfe verschaffen. Für eine schonende Färbung sollten Sie als nächstes eine Ledergrundierung auftragen, die anschließend einige Stunden lang einziehen sollte. Führen Sie den Färbeprozess unbedingt im Freien oder gut durchlüfteten Räumen durch, da der Geruch der Färbemittel sehr streng und intensiv sein kann. Ja nach gewünschtem Ergebnis können Sie einige Durchgänge durchführen müssen. Eine Schwierigkeit könnten vorhandene Nähte darstellen, die je nach Material manchmal nur schwer zu färben sind. Sind Sie mit Ihrem Ergebnis aber zufrieden, können Sie abschließend eine Versieglung auftragen.  

Falls Sie übrigens nur einen leichten Nachglanz des Leders wünschen oder es ein wenig abdunkeln möchten, können auch einfache Hausmittel ihr Übriges tun. Nerzöl hat sich in diesem Fall als sehr hilfreich erwiesen und fügt dem Leder keinen Schaden zu. Ist Ihnen das Ganze doch ein wenig zu aufwendig, können Sie Ihr gutes Stück natürlich auch zu einem Fachunternehmen bringen! 

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